FOREVER-TWENTY-FIVE

 

Die Galvanik ist gewachsen – und erwachsen

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Die Galvanik feiert kommende Saison ihr 25-jähriges Jubiläum. Die Geschichte des Hauses und seiner Besucher/innen könnte mehrere Bücher füllen. Aber hier erstmal ein kurzer Überblick:

«Neue Heimat für Kulturschaffende» titelte die Zeitung Zuger Nachrichten 1995 zur Eröffnung des neuen Kulturzentrums Galvanik in der Chollermüli.

Die Kulturlandschaft in Zug war damals für viele Kulturschaffende und Nachtschwärmer/innen unattraktiv: Freiräume waren rar, Partys fanden oft illegal statt, die kulturelle Umnutzung des Theilerhaus damals bereits eine Kontroverse. Unter dem Patronat des Vereins Durchzug und mit der Hilfe privater Sponsoren und über 100 Helfer/innen wurde das leerstehende Gebäude den Bedürfnissen der lokalen Musikschaffenden angepasst. Eine grosse Lücke im Kanton wurde so geschlossen. Bereits zu Beginn stand das Multikulturelle im Vordergrund: «Das Ziel ist, dass die einzelnen Szenen zu überlappen beginnen und die Galvanik zu einer Art Heimat aller Kulturschaffenden wird», verriet ein Mitbegründer anlässlich der Eröffnung in einem Interview.

Innert kürzester Zeit entwickelte sich die Galvanik zu einem wichtigen Hotspot des Musikgeschehens mit Wirkkraft über die Kantonsgrenzen hinaus. 2002 wurde das Haus von der Interessensgemeinschaft Galvanik Zug (IGGZ) übernommen, die bis heute die Trägerschaft innehat. 2008 kam es zu einem Brand, der die Galvanik für längere Zeit unbenutzbar machte. Dank der unermüdlichen Lobby-Arbeit der IGGZ und vieler Unterstützer/innen sicherte das Stimmvolk 2010 den Kredit zum Wiederaufbau, so dass die neue Galvanik 2011 eröffnet werden und so der Kultur wieder eine Plattform geboten werden konnte. Auch die «neue» Galvanik bleibt dem Credo der Gründer/innen treu: Ob Hip-Hop, Jazz oder Rock, ob Party oder Lesung, Comedyshow oder Jam-Session – die Galvanik hat den Anspruch, Kultur in all ihren Formen zu beherbergen und zu fördern. Und sie freut sich auf die nächsten 25 Jahre!

Um das Jubiläum gebührend zu feiern finden während der Saison 20/21 verschiedene Projekte statt.

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Abriss über die Geschichte des Hauses Die Anfänge der Galvanik reichen zurück bis 1989: Mit dem neu gegründeten Verein «Durchzug – Verein für Kulturpower» sollte frischer Wind ins Zuger Kulturleben gebracht werden. In Jugendtreffs und kleineren Sälen fanden erste Veranstaltungen statt. 1992 geht die Wilhelm AG in der Chollermüli Konkurs, die Liegenschaft der heutigen Galvanik findet mit Schwerzmann Metallbau einen neuen Eigentümer. Der Verein «Durchzug» kann die Liegenschaft mieten und darin ein privat finanziertes Kulturzentrum einrichten.

Storytelling Die Galvanik als Kulturzentrum ist mehr als "nur" Konzerte und Partys. Die Galvanik war und ist auch ein Schauplatz individueller Erlebnisse, und ist eng verbunden mit Geschichten und Erinnerungen von mittlerweile drei Generationen. Diesen Elementen soll mit dem Projekt Storytelling nun Gehör verschafft werden. Mit Bildern, Videos, Texten und Tonaufnahmen werden die letzten 25 Jahr beleuchtet und zur Schau gestellt, Sammlungen verlorener Gegenstände, Erlebnisberichte und längst vergessene Fotos erzählen die Geschichte dieses Hauses aus individuellen Blickwinkeln und dienen gleichzeitig dazu, eine Zukunftsvision für die Galvanik als Haus und als Kulturplattform zu entwerfen.

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5x5 Mit der Konzertreihe 5x5 wird die musikalische Vielfältigkeit und die lokale Verbundenheit der Galvanik in Szene gesetzt. An 5 Abenden werden sich jeweils 5 Bands unter einem gemeinsamen Thema die Bühne teilen. Die Bands sind altbekannte Gesichter und auch neue Visagen, sie sind die Vergangenheit und die Zukunft, aber vor allem sind sie ein Symbol für die spannende Musikszene in Zug und der Zentralschweiz.

Kooperationsprojekte Die Galvanik als Kulturplattform ist auch Teil eines grösseren Ganzen im kleinen Kanton Zug. Deswegen finden die ganze Saison über verschiedene Kooperationen mit Zuger Vereinen, Institutionen, Lokalitäten, Kulturschaffenden und Unternehmern statt, die genauso Teil dieser Landschaft sind. Ob ein Jassturnier mit dem Verein Waldstock im Januar, ein musikalisches Happening mit dem Kunstverein Atelier63 im März oder dem Limited Edition Aprikosen Fruchtbrand-Liqueur des Traditionsunternehmens Etter Soehne AG: Zug sind viele, und das Gemeinsame lässt uns in unbekannte Gefilde vorstossen und den Kanton und die Region bereichern.

Vielen Dank all unseren Jubiläums-Partnern:

Beisheim Stiftung

Ernst Göhner Stiftung

Landis & Gyr Stiftung

Stadt Zug

Zuger Kantonalbank

Heller Druck AG

Silent Studio