7. Mär. 26
19:30 Uhr
The Young Gods
Die Gitarren sind gezückt: The Young Gods kehren mit «Appear Disappear» zu einer rohen, offensiven Energie zurück. Von Anfang an zerreisst die Gitarre den Raum, während das Trio die Kunst des akustischen Widerstands neu entfacht – ein Soundtrack für eine Welt im Ausnahmezustand. Seit 1985 verbinden The Young Gods Rock mit elektrischer Wucht, und ihr neues Album fängt diese Dringlichkeit erneut ein, beeinflusst von Psychedelic Rock, Post-Punk und Industrial.
Nach den experimentelleren Werken «Data Mirage Tangram» (2019) und «In C»(2022) wollten Franz Treichler, Cesare Pizzi und Bernard Trontin wieder direkter werden: «Wir wollten etwas Rohes.» «Appear Disappear» reflektiert den Zustand unserer Zeit – Kriege, Überwachung, Informationsflut – und stellt die Frage nach Haltung und Handlung: Wie behalten wir Menschlichkeit inmitten digitaler Überforderung?
Trotz politischer Härte bleibt das Album zutiefst emotional: Es ist auch eine Liebesplatte, geprägt von Verlust und Verbundenheit. Entstanden aus kollektiven Jams, ist es eine Ode an Treichlers verstorbene Frau Heleen und zugleich ein Manifest der Hoffnung: Chaos kann tanzen – und The Young Gods liefern den Sound dafür.
Special Guests: Humanoids
Humanoids besteht aus vier erfahrenen Musikern aus den Bereichen Post Rock, Jazz, Psychedelic und Stoner, die seit Ende der 1980er Jahre in verschiedenen Formationen aktiv sind. Ihre Musik lässt sich nicht in bestimmte Genres einordnen, da sie sich an Klängen, Stimmungen und Klangwelten orientiert, anstatt an festen Musikstilen. Philipp Muchenberger, Texter, Sänger und Keyboarder, Schlagzeuger Erich Güntensperger, Bassist Marc Schweiger und Gitarrist Aldo Caviezel vereinen ihre Energie, um aus elektrischem Strom Musik zu machen.
Die NZZ schreibt über Humanoids: “Humanoids aus Zug sind im Umfeld von Kasabian oder QOTSA angesiedelt - Rockbands also, die es verstehen, einem alten Format immer wieder frische Nuancen abzugewinnen. Es verstreicht kaum ein Takt, ohne dass irgendwo im Wall of Sound eine Überraschung lauert. Dabei klingt nichts gekünstelt oder erzwungen. Alles wirkt aus einem Guss, instinktiv und clever zugleich” hpk, NZZ
Support: Tout Bleu
Die dämmerungsartige Band Tout Bleu kehrt – ähnlich wie der Zigeuner Melquíades, die Schlüsselfigur aus Hundert Jahre Einsamkeit – mit ihrem dritten Album You Are Tree ins Dorf zurück, um ihre Entdeckungen zu teilen. Musik voller Freude zu schaffen erfordert Mut, denn dieses Gefühl trägt das Gewicht der Welt in sich und brennt in den Händen jener, die es wagen, es weiterzugeben. Genau diese Aufgabe nimmt Tout Bleu auf sich: Musik wie ein Licht am Ende des Tunnels, getragen von der Erfahrung geübter Höhlenforscher, die sich vorwärts bewegen, bis sie spüren, wie sich der Boden unter ihren Schritten verändert.
Angeführt von ihrem Kapitän Simone Aubert, einem Meister der Melancholie, ist das Album ein Ruf aus tiefstem Herzen. Die Jahre auf Tour haben Spuren hinterlassen, doch die Band hat akzeptiert, ihren Weg durch die Flammen zu gehen – und die emotionale Wucht gibt ihnen recht. In ihrer utopischen Mission, die Welt neu zu verzaubern, nehmen sich Tout Bleu trotz aller Dringlichkeit Zeit, um eine Seele nach der anderen zu berühren und zu beruhigen.
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